Eurojackpot vs. Lotto 6aus49: Was lohnt sich 2026?

Eurojackpot oder Lotto 6aus49? Beim Vergleich fällt zuerst der mögliche Jackpot auf. Für eine faire Entscheidung sind aber vier Punkte wichtiger: Einsatz, Ziehungstage, Gewinnklassen und die mathematische Chance auf den Hauptgewinn. Das überraschende Ergebnis: Die Jackpot-Chance ist bei beiden Lotterien gleich.

Eurojackpot richtet sich eher an Spieler, denen ein höherer möglicher Jackpot und mehr Gewinnklassen wichtig sind. Lotto 6aus49 kostet pro Tippfeld weniger und ist der klassische deutsche Mittwochs- und Samstagslotto. Eine pauschal „bessere“ Lotterie gibt es deshalb nicht.

Eurojackpot und Lotto 6aus49 im direkten Vergleich

Kriterium Eurojackpot Lotto 6aus49
Zahlenauswahl 5 aus 50 + 2 aus 12 Eurozahlen 6 aus 49 + Superzahl
Einsatz pro Tippfeld 2,00 € plus Bearbeitungsgebühr 1,20 € plus Bearbeitungsgebühr
Jackpot-Chance 1 zu 139.838.160 1 zu 139.838.160
Jackpot mindestens 10 Mio. €, maximal 120 Mio. € mindestens 1 Mio. €, maximal 50 Mio. €
Ziehungen Dienstag und Freitag Mittwoch und Samstag
Gewinnklassen 12 9

Die Angaben entsprechen dem Stand vom 1. September 2026. Bearbeitungsgebühren und Annahmeschluss können je nach Landeslotteriegesellschaft abweichen. Maßgeblich sind die aktuellen Eurojackpot-Spielregeln und die Regeln für Lotto 6aus49.

Die Jackpot-Chance ist bei beiden Lotterien gleich

Früher wurde in Vergleichen häufig behauptet, der Eurojackpot habe bessere Chancen auf den Hauptgewinn. Nach den aktuellen Spielformeln stimmt das nicht: Sowohl 5 aus 50 plus 2 aus 12 Eurozahlen als auch 6 aus 49 plus Superzahl führen zu einer Jackpot-Wahrscheinlichkeit von 1 zu 139.838.160.

Eurojackpot bietet trotzdem eine andere Gewinnstruktur. Es gibt zwölf Gewinnklassen; für die niedrigste Klasse reichen zwei richtige Hauptzahlen und eine richtige Eurozahl. Die Chance auf diese Gewinnklasse liegt laut LOTTO.de bei etwa 1 zu 49. Lotto 6aus49 hat neun Gewinnklassen. Die niedrigste Klasse erfordert zwei Richtige plus Superzahl und liegt bei etwa 1 zu 76. Das bedeutet nicht automatisch einen höheren erwarteten Gewinn – es beschreibt lediglich, wie die möglichen Treffer auf die Gewinnklassen verteilt sind.

Eine ausführliche Übersicht findest du auf unserer Seite zu den Eurojackpot-Gewinnchancen.

Jackpot und Einsatz: Hier liegen die echten Unterschiede

Der Eurojackpot startet bei 10 Millionen Euro und ist bei 120 Millionen Euro gedeckelt. Lotto 6aus49 beginnt bei mindestens 1 Million Euro und kann bis auf 50 Millionen Euro steigen. Wer vor allem auf den maximal möglichen Jackpot schaut, findet beim Eurojackpot daher die höheren Summen.

Dafür ist Lotto 6aus49 pro Tippfeld günstiger. Ein Feld kostet 1,20 Euro, beim Eurojackpot sind es 2,00 Euro. In beiden Fällen kommt eine Bearbeitungsgebühr hinzu, deren Höhe von der Landeslotteriegesellschaft und dem Spielschein abhängt. Zusatzlotterien erhöhen den Gesamtpreis und sollten im Kostenvergleich getrennt betrachtet werden.

Mehr Tipps erhöhen zwar rechnerisch die Anzahl der gespielten Kombinationen, machen einen Gewinn aber nicht wahrscheinlich. Lege deshalb vorab ein festes Budget fest und versuche niemals, Verluste durch höhere Einsätze auszugleichen.

Welche Lotterie passt besser zu dir?

Eurojackpot passt eher, wenn du den höheren möglichen Jackpot bevorzugst, dienstags oder freitags spielen möchtest und die zwölfstufige Gewinnstruktur interessant findest.

Lotto 6aus49 passt eher, wenn dir der niedrigere Einsatz pro Tippfeld wichtiger ist, du mittwochs oder samstags spielen möchtest und du beim traditionellen deutschen Lotto bleiben willst.

Wenn du bisher angenommen hast, dass Eurojackpot die bessere Jackpot-Chance bietet, ist die wichtigste Korrektur dieses Vergleichs: Die Chance auf Gewinnklasse 1 ist identisch. Die Entscheidung sollte deshalb nicht mit einer vermeintlich besseren Hauptgewinnchance begründet werden, sondern mit Jackpot-Höhe, Einsatz, Ziehungstagen und Gewinnklassen.

Fazit: Höherer Jackpot oder günstigeres Tippfeld?

Eurojackpot bietet den höheren maximalen Jackpot und mehr Gewinnklassen. Lotto 6aus49 kostet pro Tippfeld weniger. Beim Hauptgewinn herrscht mathematisch Gleichstand: Beide Lotterien liegen bei 1 zu 139.838.160.

Für den Ablauf beim Eurojackpot helfen dir unsere Eurojackpot-Anleitung und die Erklärung zum Eurojackpot-Spielschein. Prüfe vor jeder Teilnahme, ob der gewählte Anbieter in deinem Land erlaubt ist. In Deutschland führt die GGL-Whitelist die erlaubten Anbieter und Domains.

Gewinnklassen im Vergleich: 12 gegen 9

Der wichtigste Unterschied liegt nicht im Jackpot, sondern in der Aufteilung der Gewinne. Der Eurojackpot hat zwölf Gewinnklassen, Lotto 6aus49 hat neun. Die Tabellen zeigen die Ausschüttungsanteile und die Chance je Klasse nach den aktuellen Spielplänen.

Eurojackpot: zwölf Gewinnklassen

GewinnklasseRichtigeAusschüttungsanteilChance 1 zu
15 + 236,00 %139.838.160
25 + 18,60 %6.991.908
35 + 04,85 %3.107.515
44 + 20,80 %621.503
54 + 11,00 %31.075
63 + 21,10 %14.125
74 + 00,80 %13.811
82 + 22,55 %985
93 + 12,85 %706
103 + 05,40 %314
111 + 26,75 %188
122 + 120,30 %49
Boosterfonds–9,00 %–

Lotto 6aus49: neun Gewinnklassen

GewinnklasseRichtigeAusschüttungsanteilChance 1 zu
16 + Superzahl15,0 %139.838.160
2615,0 %15.537.573
35 + Superzahl5,2 %542.008
4515,5 %60.223
54 + Superzahl4,3 %10.324
6410,2 %1.147
73 + Superzahl8,7 %567
8341,1 %63
92 + Superzahlfester Betrag (6,00 €)76

Die Prozentwerte beziehen sich bei Lotto 6aus49 auf die verbleibende Gewinnausschüttung nach Abzug des festen Betrags in Gewinnklasse 9 und der Dotierung von Gewinnklasse 1. Beim Eurojackpot kommen die Anteile der Gewinnklassen und der Boosterfonds zusammen auf 100 % des Gewinnfonds. Quelle: lotto.de – Eurojackpot Gewinnwahrscheinlichkeit und lotto.de – LOTTO 6aus49 Gewinnwahrscheinlichkeit.

Ausschüttung und Erwartungswert

Bei beiden Lotterien werden 50 % des Spieleinsatzes als Gewinne ausgeschüttet. Bei LOTTO 6aus49 steht das ausdrücklich in den Spielregeln: Die Gewinnsumme beträgt 50 % des Spieleinsatzes und verteilt sich auf neun Gewinnklassen. Beim Eurojackpot fließen ebenfalls 50 % des Einsatzes in den Gewinnfonds; davon gehen 9 Prozentpunkte in den Boosterfonds, der den Mindestjackpot von 10 Mio. € absichert, der Rest verteilt sich auf die zwölf Gewinnklassen.

Daraus ergibt sich der Erwartungswert: Er liegt bei beiden Lotterien rechnerisch bei rund der Hälfte des Einsatzes, also etwa 1,00 € pro 2,00-€-Feld beim Eurojackpot und rund 0,60 € pro 1,20-€-Feld bei Lotto 6aus49. Wer nur auf den Erwartungswert schaut, spielt damit keine Lotterie. Der reale Verlust entsteht durch die Bearbeitungsgebühr und die Differenz zwischen Einsatz und Rückfluss – nicht durch die Wahl der Lotterie.

Rekordjackpots im Vergleich

Eurojackpot: Der Jackpot startet bei 10 Mio. € und ist auf 120 Mio. € gedeckelt. Diese Maximalsumme wurde bislang achtmal an Einzelgewinner ausgezahlt, unter anderem nach Dänemark (Juli 2022), zweimal nach Berlin (November 2022 und September 2025) sowie zuletzt nach Tschechien (Mai 2026). Zweimal teilten sich je zwei Spielteilnehmer die 120 Mio. € (April 2024 und Dezember 2024). Der höchste dokumentierte Einzelgewinn im deutschen Lotto-Wesen liegt damit bei 120 Mio. €.

Lotto 6aus49: Der Jackpot beginnt bei 1 Mio. €. Seit dem 1. November 2023 liegt die Obergrenze bei 50 Mio. €; zuvor waren es 45 Mio. €. Mit der Neuregelung wurde die sogenannte definitive Gewinnausschüttung abgeschafft – der Maximal-Jackpot geht seitdem ausschließlich an Gewinner mit sechs Richtigen plus Superzahl.

Eurojackpot in Österreich: das gilt

Die Österreichischen Lotterien veranstalten den Eurojackpot nicht; ihre länderübergreifende Lotterie ist EuroMillionen, die online exklusiv auf win2day angeboten wird. EuroMillionen nutzt dieselbe Spielformel (5 aus 50 plus 2 aus 12), hat aber einen höheren Maximaljackpot von bis zu 250 Mio. € und eine eigene Zusatzverlosung: Beim „Österreich Bonus“ werden pro Ziehung 100.000 € unter allen österreichischen Tipps verlost. Wer aus Österreich am Eurojackpot teilnehmen möchte, nutzt einen Anbieter mit gültiger Lizenz und prüft vorab Teilnahmebedingungen und Rechtmäßigkeit im eigenen Land.

Häufige Fragen zum Vergleich

Was ist der Unterschied zwischen Eurojackpot und Lotto 6aus49?

Der Eurojackpot hat mit 5 aus 50 plus 2 aus 12 eine andere Zahlenauswahl, zwölf statt neun Gewinnklassen, einen höheren Maximaljackpot (120 gegen 50 Mio. €) und kostet 2,00 € pro Tippfeld statt 1,20 €. In beiden Fällen kommen Bearbeitungsgebühren der Landeslotteriegesellschaft hinzu.

Bei welcher Lotterie sind die Jackpot-Chancen besser?

Bei keiner: Die Chance auf Gewinnklasse 1 liegt bei beiden Lotterien bei 1 zu 139.838.160. Die verbreitete Annahme, der Eurojackpot biete bessere Hauptgewinnchancen, ist nach den aktuellen Spielformeln nicht zutreffend.

Wie viele Gewinnklassen gibt es jeweils?

Der Eurojackpot hat zwölf Gewinnklassen, Lotto 6aus49 hat neun. Beim Eurojackpot reichen zwei Richtige plus eine Eurozahl (Klasse 12, Chance 1 zu 49), bei Lotto 6aus49 zwei Richtige plus Superzahl (Klasse 9, Chance 1 zu 76, fester Betrag von 6,00 €).

Was kostet ein Tippfeld?

Ein Feld bei Lotto 6aus49 kostet 1,20 €, ein Feld beim Eurojackpot 2,00 €. In beiden Fällen kommt eine Bearbeitungsgebühr pro Spielschein hinzu, deren Höhe sich nach Landeslotteriegesellschaft und Scheinumfang richtet.

Wie hoch ist der maximale Jackpot?

Der Eurojackpot ist auf 120 Mio. € gedeckelt und startet bei 10 Mio. €. Lotto 6aus49 startet bei 1 Mio. € und ist seit dem 1. November 2023 auf maximal 50 Mio. € begrenzt.

Kann man in Österreich Eurojackpot spielen?

Nicht bei den Österreichischen Lotterien – dort läuft EuroMillionen auf win2day. Für eine Teilnahme am Eurojackpot aus Österreich braucht es einen Anbieter mit gültiger Lizenz; Teilnahmebedingungen und Rechtmäßigkeit sollten vorher geprüft werden.

Stand der Angaben: 5. Oktober 2026. Maßgeblich sind die aktuellen Spielpläne der Landeslotteriegesellschaften und die Eurojackpot-Spielregeln.

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